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Investition
in Standort
Herrenberg

Neue Produktionslinie für Prüfkarten und neues Forschungslabor

FEINMETALL investiert weiter in den Produktions- und Entwicklungsstandort Herrenberg. Rund sechs Millionen Euro fließen in die Produktion und die Entwicklung von Prüfkarten für die Halbleiterindustrie: Neue Reinräume und Produktionsanlagen, Testequipment und eigens für Feinmetall konzipierte Spezialmaschinen sorgen für mehr Kapazität, niedrigere Fehlerquoten und eine Verkürzung der Durchlaufzeiten.

Bei der Eröffnung des neuen Produktionsbereiches blickte Geschäftsführer Wolfgang Bürkle auf ein positives Geschäftsjahr 2015 zurück, das eine Umsatzsteigerung von über elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr brachte. Insgesamt konnte Feinmetall den weltweiten Umsatz in den letzten fünf Jahren fast verdoppeln.

Getrieben wird das Wachstum vom Export, da über zwei Drittel des Umsatzes im Ausland generiert werden. „Um weiter wachsen und international wettbewerbsfähig sein zu können, haben wir jetzt kräftig investiert und die Produktion noch effizienter gestaltet. Mit der weiteren Automatisierung und Verschlankung unserer Prozesse wollen wir sowohl die Entwicklung als auch die Fertigung am Standort Herrenberg stärken und ausbauen“, erläutert FEINMETALL-Geschäftsführer Wolfgang Bürkle.

Die Entwicklungszeiten und Innovationszyklen in der Halbleitertechnik erfordern auch bei den Herstellern von Prüf-Equipment Flexibilität und Schnelligkeit. „Mit dieser Investition können wir die Entwicklung und Produktion von Prüfkarten um mehr als ein Drittel beschleunigen. Das verschafft uns einen enormen Vorteil bei den Kunden“, betont Bürkle. Im Detail resultiert die Prozessverkürzung sowohl auf der Einführung eines integrativen Produkt-Entstehungsprozesses als auch auf der Automatisierung der Produktion. Damit einher gehen die Erhöhung der Produktionskapazität sowie eine höhere Prozessstabilität, die bei diesen hochpräzisen Produkten einen entscheidenden Faktor darstellt. „Bei diesem Produkt werden Hunderte von elektronischen Kontakten in der Stärke eines dünnen Haares auf der Fläche einer Briefmarke in einem exakt definierten Abstand platziert, dies erfordert höchste Präzision“, so Geschäftsführer Bürkle über die Herausforderungen der Prüfkarten-Produktion.

Reinraumbedingungen in der Fertigung, eine spezielle Prüfkarten-Waschanlage sowie ein Spezialtestgerät für die Endkontrolle sind Bestandteile der neuen Produktionslinie, bei der so die Fehlerrate früh minimiert wird. Das Forschungslabor wurde im Rahmen der Investitionsmaßnahme ebenfalls mit neuem Equipment ausgestattet, so dass die Entwickler über hervorragende Rahmenbedingungen verfügen. Ergänzt wird die Entwicklungskompetenz von FEINMETALL durch Kooperationen mit Forschungsinstituten wie Fraunhofer. „Wir arbeiten heute schon an den Prüfkarten der Zukunft und sind gemeinsam mit den Chipherstellern an der Entwicklung neuer Systeme beteiligt“, fasst Wolfgang Bürkle zusammen.

Miniaturisierung bei gleichzeitiger Erhöhung der Funktionalität ist die Zielrichtung der mikroelektronischen Systeme der Zukunft. Der Umbau der Prüfkartenproduktion erfolgte in Rekordzeit von wenigen Monaten im laufenden Betrieb bei höchster Auslastung.